Als aller erstes musst du den Nothelferkurs absolvieren. Spätestens bei der Anmeldung zur Theorieprüfung muss eine gültige Bestätigung des Nothelferkurses vorliegen. Der Nothelferkurs ist sechs Jahre gültig und kann schon mit 14 Jahren absolviert werden.

Dieses Formular kannst du unter “Formulare” herunterladen oder beim Strassenverkehrsamt verlangen.
-> Formular vollständig ausfüllen
-> Seh- und Hörtest bei einem Optiker / Arzt durchführen (Test ist zwei Jahre gültig).
-> Bei der Einwohnerkontrolle bestätigen lassen (mit Pass / ID).
Mit dem Nothelferausweis, dem komplett ausgefüllten Antragsformular und mit dem Pass oder ID beim Strassenverkehrsamt abgeben.
Der Link zum Formular “Gesuch Lehrnfahrausweis

Du kannst dich nun zur Theorieprüfung anmelden – Die Theorieprüfung ist frühestens ein Monat vor erreichen des erforderlichen Mindestalters möglich (Kategorie A1 ab 16 Jahre; Kategorien A/B ab 16 Jahren 11 Monate). Die bestandene Theorieprüfung ist zeitlich unbeschränkt gültig.
Du hast die Theorieprüfung bestanden – Gratulation! Der Lernfahrausweis wird dir nach bestandener Theorieprüfung vom Strassenverkehrsamt bei deinem 17. Geburtstag zugestellt.
Der Lernfahrausweis ist 24 Monate gültig und kann nicht verlängert werden.

Mit dem Lernfahrausweis kannst du mit einer Begleitperson fahren, die mindestens drei Jahre im Besitz der Autoprüfung ist und das 23. Altersjahr vollendet hat und den Führerausweis nicht mehr auf Probe hat.

Wenn du die Inhaberin oder der Inhaber eines Lernfahrausweises begleiten möchtest, müsst du folgendes:

  • das 23. Altersjahr vollendet haben;
  • seit mindestens drei Jahren in Besitz des Führerausweises der betreffenden Fahrzeugkategorie sein.

Wer einen Führerausweis auf Probe besitzt, kann eine Fahrschülerin oder einen Fahrschüler auf Lernfahrten nicht begleiten.

Unterwegs sollten du als Begleitperson:

  • dafür sorgen, dass die Sicherheit gewährleistet ist und die Verkehrsvorschriften eingehalten werden;
  • die Handbremse leicht erreichen und bedienen können (ausgenommen auf Übungsplätzen, beim Rückwärtsfahren oder beim Parkieren).

Der Fahrschüler oder die Fahrschülerin ist für Zuwiderhandlungen verantwortlich, die er oder sie aufgrund seiner Fahrtauglichkeit hätte vermeiden können. Die Begleitperson haftet für Vergehen, wenn sie gegen ihre Pflichten verstösst.

Das Fahren unter Alkoholeinfluss (≥ 0,05 mg/l Atemalkoholkonzentration bzw. ≥ 0,10 Promille Blutalkoholkonzentration) ist sowohl der Fahrschülerin oder dem Fahrschüler wie auch der Begleitperson verboten.
Das Motorfahrzeug muss auf der Rückseite an gut sichtbarer Stelle eine blaue Tafel mit weissem «L» tragen. Die Tafel ist immer zu entfernen, wenn die Lernfahrt beendet ist.
Es dürfen nur Motorfahrzeuge geführt werden, die über eine Haftpflichtversicherung verfügen.

Das Mitnehmen von anderen Personen bzw. «Mitführen von Passagieren» ist grundsätzlich erlaubt. Für bestimmte Fahrzeuge gelten aber Einschränkungen

Der Lernfahrausweis ist in der Schweiz, nicht aber im Ausland gültig. Du musst dich bei der Vertretung des betreffenden Landes oder den Zolldienststellen über die geltenden Regeln informieren.

Jetzt geht es endlich los mit den Fahrstunden oder mit dem Töff Grundkurs.

Die Fahrausbildung setzt sich aus folgenden fünf Teilen zusammen:

Der Verkehrskundekurs umfasst 4 mal 2 Stunden und ist obligatorisch bis zu der Praktischen Führerprüfung (Kat. A1/B). Der Kurs wird von den Fahrschulen angeboten. Du musst diesen Kurs vor der Praktischen Prüfung absolvieren, doch ich empfehle dir, dich gleich nach bestandener Theorieprüfung an diesem Kurs anzumelden, da du dort viel über die richtige Blicktechnik, Gefahren auf der Strasse, Ökologisches Fahren usw. erfährst.

Die praktische Führerprüfung muss in einem Fahrzeug der entsprechenden Fahrzeugkategorie abgelegt werden; dieses muss in einwandfreiem verkehrstauglichem Zustand sein, den Vorschriften entsprechen und auf der Rückseite an gut sichtbarer Stelle mit einer blauen Tafel mit weissem «L» ausgestattet sein.

  • An die Prüfung musst du folgende Dokumente mitbringen:
  • einen gültigen Ausweis (Pass, Identitätskarte oder Aufenthaltsbewilligung)
  • Deinen Lernfahrausweis
  • Deinen Führerausweis, falls du bereits andere Fahrzeugkategorien lenken darfst
  • den Fahrzeugausweis für das Prüfungsfahrzeug.
Nach bestandener Führerprüfung erhältst du per Post den Führerausweis auf Probe im Kreditkartenformat (FAK).
Nach bestandener Führerprüfung erhältst du per Post den Führerausweis auf Probe im Kreditkartenformat (FAK).

Bei nicht bestandener Prüfung

Eine nicht bestandene Führerprüfung kannst du gewöhnlich nach Ablauf eines Monats wiederholen. Informiere dich beim Strassenverkehrsamt deines Wohnkantons.
Bestehst du die Führerprüfung ein zweites Mal nicht, so musst du die Bescheinigung einer zugelassenen Fahrlehrerin oder eines zugelassenen Fahrlehrers vorweisen, die besagt, dass du die Praktische Fahrausbildung abgeschlossen hast.
Bei dreimaligem Nichtbestehen der praktischen Führerprüfung musst du dir einem Fahreignungstest unterziehen, um eine weitere Prüfung ablegen zu können. Das Strassenverkehrsamt deines Wohnkantons verweist dich an die zuständige Stelle. Fällt dieser Test negativ aus, erlischt die Gültigkeit des Lernfahrausweises. Die rechtliche Grundlage hierzu bildet die Verkehrszulassungsverordnung.
Falls du die Führerprüfung ein viertes Mal nicht bestanden oder ist der Fahreignungstest nach der dritten Prüfung negativ ausgefallen, kannst du eine weitere Prüfung nur aufgrund eines positiven verkehrspsychologischen Gutachtens absolvieren.

Führerausweis auf Probe

  • Wer über einen Führerausweis auf Probe mit Ablaufdatum im Jahr 2019 verfügt, bekommt den definitiven Führerausweis bis 31. Dezember 2019 nur, wenn er beide Weiterausbildungskurse absolviert hat.
  • Wer einen abgelaufenen Führerausweis auf Probe besitzt und keinen definitiven Führerausweis erhalten hat, weil er nicht beide Weiterausbildungskurse absolviert hat, ist nicht mehr fahrberechtigt. Er kann aber ab dem 1. Januar 2020 einen definitiven Führerausweis beantragen, sofern er den heutigen Weiterausbildungskurs 1 oder den neuen Weiterausbildungstag absolviert hat.

Die Weiterausbildung dauert 16 Stunden und wird auf zwei Kurstage aufgeteilt. Der erste Kurstag soll innerhalb von sechs Monaten nach Erwerb des befristeten Führerausweises besucht werden. Der zweite Teil ist vor Ablauf der Probezeit zu absolvieren.

  • Tag 1
    Anhand von Unfallbeispielen werden Ursachen und rechtliche, finanzielle und soziale Folgen thematisiert. Ferner lernen Sie auf einem Übungsplatz, wie Sie gefährliche Verkehrssituationen vermeiden können.
  • Tag 2
    Sie absolvieren eine Feedbackfahrt. Die jeweils mitfahrenden anderen Kursteilnehmenden geben Rückmeldung zu Ihrem Fahrstil. Zudem vertiefen Sie die Kenntnisse der partnerschaftlichen und umweltschonenden Fahrweise.

Die Weiterausbildung muss während der Probezeit besucht werden. Ausnahmsweise – beispielsweise wegen Krankheit – kann sie in einer bewilligten Nachfrist von maximal drei Monaten nachgeholt werden. Sie erhalten auf Gesuch hin für die entsprechenden Kurstage eine Fahrbewilligung. Eine weitere Fristverlängerung ist nicht möglich.

  • Wer über einen Führerausweis auf Probe mit Ablaufdatum 2020 oder später verfügt, muss künftig nur noch den neuen Weiterausbildungstag absolvieren oder nachweisen, dass er den heutigen Weiterausbildungskurs 1 besucht hat.
  • Wer vor dem 31. Dezember 2019 einen Führerausweis auf Probe erworben hat, kann anstelle des neuen Weiterausbildungstages den heutigen Weiterausbildungskurs 1 absolvieren. Die Weiterausbildung muss innerhalb von 3 Jahren absolviert werden.
  • Wer nach dem 31. Dezember 2019 einen Führerausweis auf Probe erwirbt, muss die Weiterausbildung innerhalb von 12 Monaten nach Ausstellung des Führerausweises auf Probe absolvieren.
  • Die Weiterausbildung dauert 7 Stunden und wird an einem Tag durchgeführt.
  • Die Weiterausbildung ist innerhalb von 12 Monaten nach der Erteilung des Führerausweises auf Probe zu besuchen. 

Ausbildungsablauf

In diesem Abschnitt deiner Ausbildung lernst du das Fahrzeug zu bedienen und die einzelnen Bewegungsabläufe zu koordinieren. Diese Fähigkeiten bilden die Basis für die weitere Ausbildung und werden daher sorgfältig geübt. Da es bei der Vorschulung einzig und allein um die Fahrzeugbedienung geht, werden die Übungen vorwiegend auf verkehrsarmen Straßen und Plätzen ausgeführt.

  • Einstellen der richtigen Sitzposition und der Spiegel
  • Richtige Lenktechnik beim geradeaus fahren, in Kurven und beim Abbiegen
  • Richtiger Einsatz des Blinkers
  • Anfahren und Anhalten mit Zielbremsübungen
  • Korrekte Schaltvorgänge und Wahl des richtigen Ganges
  • Blicktechnik auf gerader Strecke, in Kurven und beim Abbiegen
  • Sicherung des Fahrzeuges gegen Wegrollen und Gegen Diebstahl auf der Ebene

In der Grundschulung geht es um das Automatisieren der Fahrzeugbedienung sowie um die Entwicklung des Spur- und Geschwindigkeitsgefühls. Einfach ausgedrückt geht es in der Grundschulung darum, die Strasse kennen zu lernen.

  • Korrektes Benützen der Fahrbahn inkl. Spurwechsel
  • Abbiegen rechts/links mit zeitlicher & räumlicher Abfolge
  • Fahrstreifenbenützung
  • Blicksystematik – Spiegelbenützung – Seitenblick
  • Bremsbereitschaft unter Beachtung der Sichtpunkte
  • Anfahren in Steigungen und Gefälle
  • Beachtung und Umgang mit einfachen Signalen wie Stop/kein Vortritt
  • Befahren von Verzweigungen mit wenig Verkehr
  • Korrektes Verhalten bei Lichtsignalen

Das Thema Manöver ist ein separater Teil und wird dich durch die gesamte Ausbildung begleiten. Du lernst dabei die Dimensionen des Fahrzeugs kennen und optimierst deine Rundumsicht.

  • Parkieren seitwärts am Strassenrand zwischen zwei parkierten Fahrzeugen
  • Parkieren rechtwinklig vorwärts & rückwärts zwischen zwei parkierten Fahrzeugen
  • Zweckmässige Korrekturen aller Parkmanöver
  • 3 Arten der Wendemanöver (U-Turn, Ausweichstelle und 3-Punkte-Wendung)
  • Sicherung des Fahrzeuges am Berg
  • Rückwärtsfahren (obwohl das Rückwärtsfahren seit Januar 2016 gesetzlich verboten ist, wird das vereinfachte Rückwärtsfahren an der praktischen Prüfung noch vorkommen)
  • Notbremsung und deren Vorbereitung

In der Hauptschulung lernst du die Einflüsse der Verkehrsumwelt zu berücksichtigen. Im Klartext: du lernst deine Verkehrspartner und deren Verhalten kennen.

  • Geschwindigkeitsgestaltung nach Sicht, Strassenverhältnissen und Verkehr
  • Gefahrenverhalten
  • Kreuzen mit anderen Verkehrsteilnehmern in Engpässen
  • Vortrittsverhalten – Vortritt gewähren und beanspruchen
  • Einspuren vor Verzweigungen
  • Korrektes Verhalten gegenüber öffentlichen Verkehrsmitteln und deren Fahrgäste
  • Überholen von sich bewegenden und stehenden Verkehrsteilnehmern
  • Beachten jeglicher Verkehrssignale und Markierungen
  • Abstände seitlich und hintereinander
  • Befahren von ein- und mehrspurigen Kreisverkehrsplätzen
  • Richtiges Verhalten gegenüber Fussgängern und anderen Verkehrsteilnehmern
  • Befahren von grösseren Verzweigungen unter Beachtung der Vortrittsverhältnissen und möglichen Warteräumen
  • Lückenbenützung
  • Autobahn
  • Fahren nach Merkpunkten
  • Zielfahren
  • Ausnützen von Möglichkeiten
  • Vorprüfungsfahrt
  • Fahrzeugkenntnisse
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